Bookfinder

BookFinder ist eine interaktive Tablet-Anwendung für Bibliotheken, die Nutzer*innen hilft, Bücher passend zu ihren Interessen zu entdecken. Wer ein Buch scannt, erhält personalisierte Empfehlungen für ähnliche Titel, die sich über Filter weiter eingrenzen lassen. Jedes angetippte Buch verschiebt den Fokus – so entsteht eine dynamische, individuelle Entdeckungsreise.

Problem

Bibliotheken bieten eine riesige Auswahl, doch gerade junge Leser*innen tun sich oft schwer, passende Bücher zu finden. Klassische Suchfunktionen sind textbasiert und wenig einladend. Das analoge Stöbern in den Regalen ist zwar haptisch schön, aber zeitaufwendig und führt nicht immer zu passenden Ergebnissen. Es fehlt ein niedrigschwelliger, visuell ansprechender Weg, Bücher zu erkunden und dabei spielerisch persönliche Vorlieben einzubeziehen.

Konzept

BookFinder führt interaktive Entdeckungsstationen in Bibliotheken ein, die jedes gescannte Buch zum Ausgangspunkt einer Erkundung machen. Nutzer*innen scannen ein Buchcover an einer Tablet-Station oder suchen manuell – daraufhin erzeugt das System ein bildstarkes, personalisiertes Empfehlungsraster. Die Ergebnisse lassen sich nach Genre, Autor*in oder Stimmung filtern. Jedes angetippte Buch wird zum neuen Bezugspunkt, verschiebt den Fokus im Raster und ermöglicht eine dynamische, nicht-lineare Suche. Eine Detailansicht liefert weiterführende Informationen zum ausgewählten Buch und rundet den explorativen Navigationsfluss ab.

Interaktion

Die Interaktion baut auf Scannen, Antippen und Filtern auf. Das gescannte Buch dient als haptischer Auslöser, während die leinwandartige Oberfläche zum freien Erkunden einlädt. Jede Interaktion aktualisiert den Fokus – so fühlt sich die Suche reaktionsschnell und persönlich an.

Visual Design

Die Oberfläche durchlief viele Iterationen, bis ein visuelles System entstand, das eine zurückhaltende, unaufdringliche UI mit allen nötigen Informationen in Einklang bringt. Ein klares, barrierearmes Rasterlayout ist für öffentliche Räume optimiert und sorgt auch in belebter Umgebung für Übersicht und einfache Bedienung. Visuelle Storyboards, Stimmungs-Wortwolken und kontextbezogene „Lies mich, wenn …“-Hinweise machen Inhalte für visuell orientierte, jüngere Zielgruppen schnell erfassbar.

Validierung

Wir haben unseren Prototyp in einer Bibliothek getestet und beobachtet, wie Besucher*innen beim echten Stöbern mit der Entdeckungsstation umgingen. Die Ergebnisse zeigten, wie wichtig visuelle Elemente sind: Interaktionen wurden durchweg positiver bewertet, wenn Buchcover, Storyboards oder stimmungsbasierte Hinweise prominent dargestellt waren. Die Nutzer*innen wünschten sich außerdem Kontrolle über die Informationstiefe und bevorzugten schrittweise Offenlegung gegenüber textlastigen Layouts. Direkte, kontextbezogene Hinweise wie „Lies mich, wenn …“ kamen durchweg gut an, weil sie Inhalte zugänglicher und persönlicher wirken ließen. Insgesamt schätzten die Teilnehmenden die Balance zwischen offenem Stöbern und der Möglichkeit, Ergebnisse mit klaren, intuitiven Filtern schnell einzugrenzen.

Reflexion

BookFinder senkt die Hürden beim Entdecken von Büchern, besonders für junge Leser*innen. Es ergänzt das analoge Stöbern um digitale Anreicherung und macht die Bibliothek zu einem inspirierenden Ort für persönliche Leseabenteuer.

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